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Auf verschiedenen Routen durch die KTV…

Die letzten Vorstellungen von RostockRevolutionRoad sind abgespielt, die geliehene Technik zurück geschickt, das Projektbüro leergeräumt und wir lassen die Erfahrungen Revue passieren. „Radwege; mehr Sonne im Winter; Nahverkehr; aktivere Teilnahme an Demos gegen Rechts…“ Unser Manifest in Form eines Lückentextes war für viele RostockerInnen eine Herausforderung. Wir fragten danach, welche Themen ihnen wirklich unter den Nägeln brennen und im Radio verkündet werden müssen – andauernde STILLE. Am häufigsten genannt wurden dann Themen, die den städtischen Verkehr oder das Wetter betreffen, womit sich Jeffrey – der als Regisseur in Krankheitsvertretung die Rolle am letzten Tag selbst spielte – nicht ganz zufrieden geben wollte. Uns würde ja interessieren, ob unsere Blogleser die Interaktion im Radio zufällig mal gehört haben? Wie war das für Euch? Welche Inhalte müssen noch benannt werden? Schreibt uns!

Gerne wollen wir hier noch die häufigste Rückfrage im Gespräch mit dem Publikum auflösen. Top secret bis zum Schluss: Wie viele Routen gab es und wo führten sie lang? Es gab zwei Routen. Die Chronistenroute führte vom Theatervorplatz über Heiligen-Geist-Kirche – Borwinstraße – Borwinschule – Hansa Kino – Neptun Einkaufszentrum/ehemals Netptun Werft – Matrosendenkmal zum Hafen. Die Revoluzzerroute führte vom Theatervorplatz über die Doberaner Straße – Tiefgarage/ehemaliger Ankerkeller – Friedrichstraße – Radio LOHRO – Warnow Valley zum Hafen. Wir konnten längst nicht alles bearbeiten und es wurde nur ein Bruchteil des Materials verwendet. Eine Fortsetzung wäre kein Problem.

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Im Warnow Valley unterwegs mit Torsten Sohn (ganz rechts) und unseren Zuschauern…

 

Das Warnow Valley war übrigens der Ort, der den ZuschauerInnen am häufigsten nicht bekannt und deshalb von besonderem Interesse war. Das freut uns sehr und natürlich machen wir gerne auf das Sommer-Open-Air des Warnow Valley vom 8.-9. September 2018 aufmerksam. Nutz die Gelegenheit, um diese kreativen Arbeits- und Freiräume in der Rostocker KTV kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Unsererseits wird es an dem Wochenende Ausschnitte aus den Interviews dort zu hören geben und vielleicht klappt es ja einmalig mit den 4R: RostockRevolutionRoadReloaded??!

Abschließend nochmal lieben Dank an alle Kooperationspartner, Interviewteilnehmer, Spieler und das gesamte Team!

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Mindestens 2 Zuschauer haben uns direkt erzählt, dass sie wegen dem Banner gekommen sind!
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Sorry, da fährt gerade ein Laster in mein Büro…

Noch T-2 bis zur Premiere. Sprich: Übermorgen geht’s los mit unseren Voraufführungen. Da haben wir uns gedacht, wenn wir mit der Inszenierung schon die Straßen erobern, können wir das auch mit unserem Büro und haben das einfach unter das Banner an den Doberaner Platz verlegt. Dort konnten Interessierte Infomaterialien bei uns abholen und auch schon erste Kostproben unserer Soundfiles über die originalen Head-Sets anhören. Besonders toll wurde es, als sich ein riesiger Schatten mitten am Tag über den improvisierten Bürotisch ausbreitete und Jeffrey beim Telefonieren mit dem Sounddesigner feststellte, dass es sich dabei um einen LKW handelte… Aber hey, es geht uns ja schließlich um den Sound der Stadt und den gab es heute ungemein deutlich auf die Ohren.

Es bleibt spannend! Wenn ihr noch keine Karten habt: Ran an die Vorverkaufskassen! Es sind nur 3 Vorstellungstage mit je 2 Touren angesetzt.

http://www.volkstheater-rostock.de/spielplan/monatsplan/rostockrevolutionroad/668/

Stay tuned! Stay online!

Ran ans Mikro!

So langsam wird es ernst – noch genau 2 Wochen bis zu unseren Voraufführungen. Die Anspannung steigt, die Zeit wird knapp, jetzt müssen Ergebnisse her. Deshalb haben wir uns unsere bereits geschriebenen Texte und Kathi von den Freigeistern geschnappt und sind mit beiden ins Aufnahmestudio von Radio LOHRO gegangen. Dort hat Kathi dann die ersten Voiceovers für unseren Rundgang eingesprochen und dem zukünftig zu Hörenden mit ihrer wunderbaren Stimme ein Gehör gegeben – ein toller Moment! Der Rundgang nimmt in unseren Köpfen immer konkretere Formen an, wir sind schon total gespannt auf das Endergebnis. Nochmal ein dickes Dankeschön an Radio LOHRO, allen voran Harry, für die Möglichkeit, in eurem fantastischen Studio aufzunehmen! Schon morgen kommen wir wieder und sprechen die letzten Texte ein. 14 Tage noch!

Stay tuned!

(LR)

Rascheln, Rauschen, Kreischen, Zwitschern

„ptschik ptschik“, „klunk klunk“ und „brrrrrr“ wären wohl die treffendsten Beschreibungen, um zu erklären, wonach wir am vergangenen Wochenende suchten. Unser Sound-designer Felix ist aus dem tiefen Süden Stuttgarts angerollt, um die „Stimme Rostocks“ zu erkunden und aufzuzeichnen. Bewaffnet mit riesigen Köpfhörern, Aufnahmegeräten, diversen Mikrofon-Köpfen und Schaumstoff-Plop-Schützern gegen das Windrauschen ging es durch die Stadt.

Alles, was gluckste, brummte, surrte oder kreischte, war unser Ziel. Denn neben den Stimmen der Rostocker*innen wollen wir auf der REVOLUTION ROAD auch die Sounds der Stadt wiedergeben. Wie hören sich Orte an? Welche Klänge verleihen ihnen Charakter? Und welches Gebäude ist verstummt, als es die Menschen verließen? Während wir Theaterleute mit den Freigeistern der KTV ein Gesicht verleihen wollen, ist Felix vom Sound also dafür da, ihr eine Stimme zu geben.

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Die Astronomische Uhr lädt nicht nur zum Hingucken, sondern auch Hinhören ein.

Kurioser Nebeneffekt: Menschen, die Mikrofone vor sich hertragen oder Wände abklopfen und ihr Ohr dagegen pressen, werden sehr schnell in ein Gespräch verwickelt, das meistens mit folgender Formel beginnt: „Was machen Sie da?“.

(JD)

 

Auf die Ohren und rein in die Köpfe

Vergangenen Dienstag gab es eine erste Hörprobe unseres Audio-Walk-Projektes. Beim „Kulturkonzentrat“ von unserem Projektpartner Radio LOHRO stellte Jeffrey Döring zusammen mit Harry Köber das Projekt Rostock Revolution Road live im Radio vor. Später wurde das Studio auch noch durch die Mitglieder des „Theaters der Generationen“ und Leiter Christof Lange gestürmt.

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Kurz vor der Radiosendung „Kulturkonzentrat“ mit Moderatorin Elly und Harry Köber

Mittlerweile fühlt sich manch eine/r unseres Teams auch schon wie ein Mitglied einer Radio-Redaktion, denn wir sind nun dabei, das Audiomaterial aus den Interviews aufzubereiten und zu schneiden. Ab dem 02. Juli können wir also unsere ganz eigene Audio-Session mit interessierten Rostocker*innen starten.

Stay tuned! We stay on air!

(JD)

Einmal ins Nirgendwo und wieder zurück, bitte!

Obwohl wir die Geschichten und Revolutionen in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters untersuchen, verschlägt es das Team nicht allzu selten in entlegenere Winkel.

So stand eine Reise nach Langen Brütz (ca. 3 Stunden mit Bus und Bahn von Rostock entfernt) auf dem Plan, um den bekannten Fotografen Siegfried Wittenburg zu treffen. Der erzählte auf der Terrasse seines Hauses von seinen Eindrücken während der Wendezeit 1989/ 90 und wie er die „Friedliche Revolution“ in Rostock mit seinen Bildern dokumentierte.

Nur wenige Tage später ging es dann nach Roggentin, um dort ein Interview zu der „Erhaltungswohner-Initiative“ der 89er Jahre mit Kristin Fibian zu führen. Da hält der Bus dann auch plötzlich mitten auf einem Feldweg und für Jeffrey, der sich in Rostock und Umgebung natürlich gar nicht auskennt, war das doch nochmal ein kleines Abenteuer Büroraume zwischen Kornblumen, Mohn und Bohnenschoten (ohne Navi!) zu finden.

Die Reisen und Geschichten werden also länger, das Konzept hingegen verdichtet sich.

(JD)

„Ich habe noch nicht verstanden, was sie vorhaben?“

Die Frage aller Fragen. Was treiben wir hier? Wie stellen wir uns das Projekt vor? Wir führen Gespräche, hören zu, sammeln Material/Erinnerungen, machen Fotos von Orten und führen Interviews, wollen Neues und Altes entdecken und werden unsere Eindrücke in einem theatralen Stadtrundgang künstlerisch verarbeiten. Hier in der KTV, wo wir gerade leben und arbeiten. Wir freuen uns darauf, was die Projektpartner an Ideen entwickeln werden und jene Menschen einbringen die zufällig oder über Freunde von dem Projekt erfahren. Harry, von Radio Lohro, hat für uns neulich die Beschreibung „Theaterwanderer“ erfunden – das gefällt uns. Wir sind auf einem guten Weg unser Virtel genauer kennenzulernen und können noch nicht genau sagen, wohin das führen wird.

Die ersten Spaziergänge und Gespräche habe ganz verschiedene Felder aufgemacht: neue Orte, verloren gegangene Orte, Sprengungen, Keller und Ruinen(Nutzung), Entstehung und Wandel ab 1900, Gentrifizierung, Hausbesetzungen, Sound einer Stadt, Bedeutung des Hafens, Nachtlokale, Systemumbrüche, Leben in der DDR, Überwachung, (innere) Auflehnung, Alltag, Freiheit, Firmengeschichten, Parkour, Körperlichkeit, Blick der Jugend auf die KTV heute…wir könnten die Liste fortsetzen. Es wird nicht ganz einfach werden nach unserer Recherchephase zu entscheiden, welchen Fragestellungen wir in der Probenphase genauer nachgehen und an welchen Orten wir am Ende stehen bleiben und Geschichten erzählen/erfinden werden. Hier noch eine kleine Auswahl an Fotoeindrücken von Orten die wir besichtigt haben und spannend finden. Lasst uns wissen, wenn ihr jetzt sofort denkt: „Ob die schon … auf dem Schirm haben?“ Kommentiert, schreibt uns und erzählt Freunden von dem Projekt in der Nachbarschaft. Das ist ein wesentlicher Teil dessen, was wir hier gerade versuchen.

(CW)